MEGA/II/15/MEGA2-II-15-0173.html

ZEHNTES KAPITEL.
Ausgleichung der allgemeinen Profitrate durch die Konkurrenz. Marktpreise und Marktwerthe. Surplusprofit.

Ein Theil der Produktionssphären hat eine mittlere oder Durchschnittszusammensetzung des in ihnen angewandten Kapitals, d. h. ganz oder annähernd die Zusammensetzung des gesellschaftlichen Durchschnittskapitals.

In diesen Sphären fällt der Produktionspreis der producirten Waaren mit ihrem in Geld ausgedrückten Werth ganz oder annähernd zusammen. Wenn auf keine andre Weise zur mathematischen Grenze zu gelangen, so wäre es auf diese. Die Konkurrenz vertheilt das Gesellschaftskapital so zwischen die verschiednen Produktionssphären, daß die Produktionspreise in einer jeden Sphäre gebildet werden nach dem Muster der Produktionspreise in diesen Sphären der mittleren Komposition, d. h. = k + kp′ (Kostpreis plus dem Produkt der Durchschnittsprofitrate und dem Kostpreis). Diese Durchschnittsprofitrate ist aber nichts andres als der procentig berechnete Profit in jener Sphäre der mittlern Komposition, wo also der Profit zusammenfällt mit dem Mehrwerth. Die Profitrate ist also in allen Produktionssphären dieselbe, nämlich ausgeglichen auf diejenige dieser mittleren Produktionssphären, wo die Durchschnittszusammensetzung des Kapitals herrscht. Hiernach muß die Summe der Profite aller verschiednen Produktions ||152|sphären gleich sein der Summe der Mehrwerthe, und die Summe der Produktionspreise des gesellschaftlichen Gesammtprodukts gleich der Summe seiner Werthe. Es ist aber klar, daß die Ausgleichung zwischen den Produktionssphären von verschiedner Zusammensetzung immer dahin streben muß, sie zu egalisiren mit den Sphären von mittlerer Zusammensetzung, sei es nun, daß diese exakt, sei es daß sie nur annähernd dem gesellschaftlichen Durchschnitt entsprechen. Zwischen den mehr oder minder Annähernden findet selbst wieder Tendenz nach Ausgleichung statt, die der idealen, d. h. in der Wirklichkeit nicht vorhandnen Mittelposition zustrebt, d. h. die Tendenz hat sich um sie herum zu normiren. In dieser Weise herrscht also nothwendig die Tendenz, die Produktionspreise zu bloß verwandelten Formen des Werths zu machen, oder die Profite in bloße Theile des Mehrwerths zu verwandeln, die aber vertheilt sind, nicht im Verhältniß zum Mehrwerth, der in jeder besondren Produktionssphäre erzeugt ist, sondern im Verhältniß zur Masse des in jeder Produktionssphäre angewandten Kapitals, sodaß auf gleich große Kapitalmassen, wie immer zusammengesetzt, gleich große Antheile (aliquote Theile) der Totalität des vom gesellschaftlichen Gesammtkapital erzeugten Mehrwerths fallen.

Für die Kapitale von mittlerer oder annähernd mittlerer Zusammensetzung fällt der Produktionspreis also mit dem Werth ganz oder annähernd zusammen, und der Profit mit dem von ihnen erzeugten Mehrwerth. Alle andren Kapitale, welches immer ihre Zusammensetzung, streben unter dem Druck der Konkurrenz, sich mit diesen auszugleichen. Da aber die Kapitale mittlerer Zusammensetzung gleich oder annähernd gleich dem gesellschaftlichen Durchschnittskapital, so streben alle Kapitale, welches immer der von ihnen selbst erzeugte Mehrwerth, an Stelle dieses Mehrwerths den Durchschnittsprofit durch die Preise ihrer Waaren zu realisiren, d. h. also die Produktionspreise zu realisiren.

Es kann andrerseits gesagt werden, daß überall, wo ein Durchschnittsprofit hergestellt wird, also eine allgemeine Profitrate – in welcher Weise auch immer dies Resultat hervorgebracht worden sei – dieser Durchschnittsprofit nichts andres sein kann, als der Profit auf das gesellschaftliche Durchschnittskapital, dessen Summe gleich der Summe der Mehrwerthe, und daß die durch Zuschlag dieses Durchschnittsprofits auf die Kostpreise hervorgebrachten Preise nichts andres sein können als die in Produktionspreise verwandelten Werthe. Es würde nichts ändern, wenn Kapitale in bestimmten Produktionssphären aus irgend welchen Gründen nicht ||153| dem Proceß der Ausgleichung unterworfen würden. Der Durchschnittsprofit wäre dann berechnet auf den Theil des Gesellschaftskapitals, der in den Ausgleichungsproceß eingeht. Es ist klar, daß der Durchschnittsprofit nichts sein kann, als die Gesammtmasse des Mehrwerths, vertheilt auf die Kapitalmassen in jeder Produktionssphäre nach Verhältniß ihrer Größen. Es ist das Ganze der realisirten unbezahlten Arbeit, und diese Gesammtmasse stellt sich dar, ebensogut wie die bezahlte, todte und lebendige Arbeit, in der Gesammtmasse von Waaren und Geld, die den Kapitalisten zufällt.

Die eigentlich schwierige Frage ist hier die: wie diese Ausgleichung der Profite zur allgemeinen Profitrate vorgeht, da sie offenbar ein Resultat ist, und nicht ein Ausgangspunkt sein kann.

Es ist zunächst klar, daß eine Schätzung der Waarenwerthe, z. B. in Geld, nur das Resultat ihres Austausches sein kann, und daß, wenn wir daher solche Schätzung voraussetzen, wir sie als das Ergebniß wirklicher Austausche von Waarenwerth gegen Waarenwerth zu betrachten haben. Aber wie soll dieser Austausch der Waaren zu ihren wirklichen Werthen zu Stande gekommen sein?

Nehmen wir zuerst an, daß alle Waaren in den verschiednen Produktionssphären zu ihren wirklichen Werthen verkauft würden. Was wäre dann der Fall? Es würden nach dem früher Entwickelten sehr verschiedne Profitraten in den verschiednen Produktionssphären herrschen. Es sind prima facie zwei ganz verschiedne Dinge, ob Waaren zu ihren Werthen verkauft werden (d. h. ob sie im Verhältniß des in ihnen enthaltnen Werths, zu ihren Werthpreisen, mit einander ausgetauscht werden) oder ob sie zu solchen Preisen verkauft werden, daß ihr Verkauf gleich große Profite auf gleiche Massen der zu ihrer respektiven Produktion vorgeschoßnen Kapitale abwirft.

Daß Kapitale, die ungleich viel lebendige Arbeit in Bewegung setzen, ungleich viel Mehrwerth produciren, setzt wenigstens bis zu einem gewissen Grad voraus, daß der Exploitationsgrad der Arbeit oder die Rate des Mehrwerths dieselbe, oder daß die darin existirenden Unterschiede als durch wirkliche oder eingebildete (konventionelle) Kompensationsgründe ausgeglichen gelten. Dies setzt Konkurrenz unter den Arbeitern voraus und Ausgleichung durch ihre beständige Auswanderung aus einer Produktionssphäre in die andre. Solch eine allgemeine Rate des Mehrwerths – der Tendenz nach, wie alle ökonomischen Gesetze – ist von uns als ||154| theoretische Vereinfachung vorausgesetzt; in Wirklichkeit aber ist sie thatsächliche Voraussetzung der kapitalistischen Produktionsweise, obgleich mehr oder minder gehemmt durch praktische Friktionen, die mehr oder minder bedeutende lokale Differenzen hervorbringen, wie z. B. die Heimathsgesetzgebung (settlement laws) für die Ackerbautaglöhner in England. Aber in der Theorie wird vorausgesetzt, daß die Gesetze der kapitalistischen Produktionsweise sich rein entwickeln. In der Wirklichkeit besteht immer nur Annäherung; aber diese Annäherung ist um so größer, je mehr die kapitalistische Produktionsweise entwickelt und je mehr ihre Verunreinigung und Verquickung mit Resten früherer ökonomischer Zustände beseitigt ist.

Die ganze Schwierigkeit kommt dadurch hinein, daß die Waaren nicht einfach als Waaren ausgetauscht werden, sondern als Produkte von Ka- pitalen, die im Verhältniß zu ihrer Größe, oder bei gleicher Größe, gleiche Theilnahme an der Gesammtmasse des Mehrwerths beanspruchen. Und der Gesammtpreis der von einem gegebnen Kapital in einer gegebnen Zeitfrist producirten Waaren soll diese Forderung befriedigen. Der Gesammtpreis dieser Waaren ist aber bloß die Summe der Preise der einzelnen Waaren, die das Produkt des Kapitals bilden.

Das punctum saliens wird zumeist heraustreten, wenn wir die Sache so fassen: Unterstelle, die Arbeiter selbst seien im Besitz ihrer respektiven Produktionsmittel und tauschten ihre Waaren mit einander aus. Diese Waaren wären dann nicht Produkte des Kapitals. Je nach der technischen Natur ihrer Arbeiten wäre der Werth der in den verschiednen Arbeitszweigen angewandten Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe verschieden; ebenso wäre, abgesehn von dem ungleichen Werth der angewandten Produktionsmittel, verschiedne Masse derselben erheischt für gegebne Arbeitsmasse, je nachdem eine bestimmte Waare in einer Stunde fertig gemacht werden kann, eine andre erst in einem Tag etc. Unterstelle ferner, daß diese Arbeiter im Durchschnitt gleich viel Zeit arbeiten, die Ausgleichungen eingerechnet, die aus verschiedner Intensität etc. der Arbeit hervorgehn. Zwei Arbeiter hätten dann beide in den Waaren, die das Produkt ihrer Tagesarbeit bilden, erstens ersetzt ihre Auslagen, die Kostpreise der verbrauchten Produktionsmittel. Diese wären verschieden je nach der technischen Natur ihrer Arbeitszweige. Beide hätten zweitens gleich viel Neuwerth geschaffen, nämlich den, den Produktionsmitteln zugesetzten Arbeitstag. Es schlösse dies ein ihren Arbeitslohn plus dem Mehrwerth, | |155| der Mehrarbeit über ihre nothwendigen Bedürfnisse hinaus, deren Resultat aber ihnen selbst gehörte. Wenn wir uns kapitalistisch ausdrükken, so erhalten beide denselben Arbeitslohn plus denselben Profit, aber auch den Werth, ausgedrückt z. B. im Produkt eines zehnstündigen Arbeitstags. Aber erstens wären die Werthe ihrer Waaren verschieden. In der Waare I z. B. wäre mehr Werththeil für die aufgewandten Produktionsmittel enthalten als in der Waare II, und um gleich alle möglichen Unterschiede hineinzubringen, Waare I absorbire mehr lebendige Arbeit, erfordre also längere Arbeitszeit in ihrer Herstellung als Waare II. Der Werth dieser Waaren I und II ist also sehr verschieden. Ebenso die Summen der Waarenwerthe, die das Produkt der von Arbeiter I und der von Arbeiter II in einer gegebnen Zeit verrichteten Arbeit. Die Profitraten wären auch sehr verschieden für I und II, wenn wir hier das Verhältniß des Mehrwerths zum Gesammtwerth der ausgelegten Produktionsmittel die Profitrate nennen. Die Lebensmittel, die I und II während der Produktion täglich verzehren und die den Arbeitslohn vertreten, werden hier den Theil der vorgeschoßnen Produktionsmittel bilden, den wir sonst variables Kapital nennen. Aber die Mehrwerthe wären für gleiche Arbeitszeit dieselben für I und II, oder noch genauer, da I und II jeder den Werth des Produkts eines Arbeitstags erhalten, erhalten sie, nach Abzug des Werths der vorgeschoßnen „konstanten“ Elemente, gleiche Werthe, wovon ein Theil als Ersatz der in der Produktion verzehrten Lebensmittel, der andre als darüber hinaus überschüssiger Mehrwerth betrachtet werden kann. Hat I mehr Auslagen, so sind diese ersetzt durch den größern Werththeil seiner Waare, der diesen „konstanten“ Theil ersetzt, und er hat daher auch wieder einen größern Theil des Gesammtwerths seines Produkts rückzuverwandeln in die stofflichen Elemente dieses konstanten Theils, während II, wenn er weniger dafür einkassirt, dafür auch um so weniger rückzuverwandeln hat. Die Verschiedenheit der Profitraten wäre unter dieser Voraussetzung also ein gleichgültiger Umstand, ganz wie es heute für den Lohnarbeiter ein gleichgültiger Umstand ist, in welcher Profitrate das ihm abgepreßte Quantum Mehrwerth sich ausdrückt, und ganz wie im internationalen Handel die Verschiedenheit der Profitraten bei den verschiednen Nationen für ihren Waarenaustausch ein gleichgültiger Umstand ist.

Der Austausch von Waaren zu ihren Werthen, oder annähernd zu ihren Werthen, erfordert also eine viel niedrigre Stufe als der ||156|Austausch zu Produktionspreisen, wozu eine bestimmte Höhe kapitalistischer Entwicklung nöthig ist.

In welcher Weise immer die Preise der verschiednen Waaren zuerst gegeneinander festgesetzt oder geregelt sein mögen, das Werthgesetz beherrscht ihre Bewegung. Wo die zu ihrer Produktion erheischte Arbeitszeit fällt, fallen die Preise; wo sie steigt, steigen die Preise, bei sonst gleichbleibenden Umständen.

Abgesehn von der Beherrschung der Preise und der Preisbewegung durch das Werthgesetz, ist es also durchaus sachgemäß, die Werthe der Waaren nicht nur theoretisch, sondern historisch als das prius der Produktionspreise zu betrachten. Es gilt dies für Zustände, wo dem Arbeiter die Produktionsmittel gehören, und dieser Zustand findet sich, in der alten wie in der modernen Welt, beim selbstarbeitenden grundbesitzenden Bauer und beim Handwerker. Es stimmt dies auch mit unsrer früher ausgesprochnen Ansicht27), daß die Entwicklung der Produkte zu Waaren entspringt durch den Austausch zwischen verschiednen Gemeinwesen, nicht zwischen den Gliedern einer und derselben Gemeinde. Wie für diesen ursprünglichen Zustand, so gilt es für die späteren Zustände, die auf Sklaverei und Leibeigenschaft gegründet sind, und für die Zunftorganisation des Handwerks, so lange die in jedem Produktionszweig festgelegten Produktionsmittel nur mit Schwierigkeit aus der einen Sphäre in die andre übertragbar sind, und die verschiednen Produktionssphären sich daher innerhalb gewisser Grenzen zu einander verhalten, wie fremde Länder oder kommunistische Gemeinwesen.

Damit die Preise, wozu Waaren sich gegeneinander austauschen, ihren Werthen annähernd entsprechen, ist nichts nöthig als daß 1) der Austausch der verschiednen Waaren aufhört ein rein zufälliger oder nur gelegentlicher zu sein; 2) daß, soweit wir den direkten Waarenaustausch betrachten, diese Waaren beiderseits in den annähernd dem wechselseitigen Bedürfniß entsprechenden Verhältnißmengen producirt werden, was die wechselseitige Erfahrung des Absatzes mitbringt, und was so als Resultat aus dem fortgesetzten Austausch selbst herauswächst; und 3), soweit wir vom Verkauf sprechen, daß kein natürliches oder künstliches Monopol eine der kontrahirenden Seiten befähige, über den Werth zu verkaufen, oder sie zwinge, unter ihm loszuschlagen. Unter zufälligem | |157| Monopol verstehn wir das Monopol, das dem Käufer oder Verkäufer erwächst aus dem zufälligen Stand von Nachfrage und Angebot.

Die Annahme, daß die Waaren der verschiednen Produktionssphären sich zu ihren Werthen verkaufen, bedeutet natürlich nur, daß ihr Werth der Gravitationspunkt ist, um den ihre Preise sich drehn, und zu dem ihre beständigen Hebungen und Senkungen sich ausgleichen. Es wird dann außerdem immer ein Marktwerth – worüber später – zu unterscheiden sein von dem individuellen Werth der einzelnen Waaren, die von den verschiednen Producenten producirt werden. Der individuelle Werth einiger dieser Waaren wird unter dem Marktwerth stehn (d. h. es ist weniger Arbeitszeit für ihre Produktion erheischt als der Marktwerth ausdrückt), der andre darüber. Der Marktwerth wird einerseits zu betrachten sein als der Durchschnittswerth der in einer Sphäre producirten Waaren, andrerseits als der individuelle Werth der Waaren, die unter den durchschnittlichen Bedingungen der Sphäre producirt werden und die die große Masse der Produkte derselben bilden. Es sind nur außerordentliche Kombinationen, unter denen die unter den schlechtesten Bedingungen oder die unter den bevorzugtesten Bedingungen producirten Waaren den Marktwerth regeln, der seinerseits das Schwankungscentrum bildet, für die Marktpreise – die aber dieselben sind für die Waaren derselben Art. Wenn die Zufuhr der Waaren zu dem Durchschnittswerth, also zu dem mittleren Werth der Masse, die zwischen den beiden Extremen liegt, die gewöhnliche Nachfrage befriedigt, so realisiren die Waaren, deren individueller Werth unter dem Marktwerth steht, einen Extramehrwerth oder Surplusprofit, während die, deren individueller Werth über dem Marktwerth steht, einen Theil des in ihnen enthaltnen Mehrwerths nicht realisiren können.

Es hilft nichts zu sagen, daß der Verkauf der unter den schlechtesten Bedingungen producirten Waaren beweist, daß sie zur Deckung der Zufuhr erheischt sind. Wäre der Preis höher in dem unterstellten Fall als der mittlere Marktwerth, so wäre die Nachfrage größer. Zu gewissen Preisen kann eine Waarenart einen gewissen Raum im Markt einnehmen; der Raum bleibt nur dann derselbe bei Wechsel der Preise, wenn der höhere Preis mit geringrem Waarenquantum, und der niedrigere Preis mit größrem Waarenquantum zusammenfällt. Ist dagegen die Nachfrage so stark, daß sie sich nicht kontrahirt, wenn der Preis geregelt wird durch den Werth der unter den schlechtesten Bedingungen producirten Waaren, so bestimmen diese den Marktwerth. ||158| Es ist dies nur möglich, wenn die Nachfrage die gewöhnliche übersteigt, oder die Zufuhr unter die gewöhnliche fällt. Endlich, wenn die Masse der producirten Waaren größer ist, als zu den mittlern Marktwerthen Absatz findet, so regeln die unter den besten Bedingungen producirten Waaren den Marktwerth. Sie können z. B. ihre Waaren ganz oder annähernd zu ihrem individuellen Werth verkaufen, wobei es passiren kann, daß die unter den schlechtesten Bedingungen producirten Waaren vielleicht nicht einmal ihre Kostpreise realisiren, während die des mittlern Durchschnitts nur einen Theil des in ihnen enthaltnen Mehrwerths realisiren können. Was hier vom Marktwerth gesagt, gilt vom Produktionspreis, sobald er an die Stelle des Marktwerths getreten. Der Produktionspreis ist in jeder Sphäre regulirt, und ebenso nach den besondren Umständen regulirt. Er selbst aber ist wieder das Centrum, worum sich die täglichen Marktpreise drehn und wozu sie sich in bestimmten Perioden ausgleichen. (S. Ricardo, über die Bestimmung des Produktionspreises durch die unter den schlechtesten Bedingungen arbeitenden.)

Wie immer die Preise geregelt seien, es ergibt sich:

1) Das Werthgesetz beherrscht ihre Bewegung, indem Verminderung oder Vermehrung der zur Produktion erheischten Arbeitszeit die Produktionspreise steigen oder fallen macht. Es ist in diesem Sinne, daß Ricardo sagt (der wohl fühlt, daß seine Produktionspreise von den Werthen der Waaren abweichen), daß the inquiry to which he wishes to draw the reader's attention, relates to the effect of the variations in the relative value of commodities, and not in their absolute value.

2) Der Durchschnittsprofit, der die Produktionspreise bestimmt, muß immer annähernd gleich sein dem Quantum Mehrwerth, das auf ein gegebnes Kapital als aliquoten Theil des gesellschaftlichen Gesammtkapitals fällt. Gesetzt, die allgemeine Profitrate und daher der Durchschnittsprofit sei in einem Geldwerth ausgedrückt, höher als der wirkliche Durchschnittsmehrwerth, seinem Geldwerth nach berechnet. Soweit die Kapitalisten dann in Betracht kommen, ist es gleichgültig, ob sie sich wechselseitig 10 oder 15 % Profit anrechnen. Der eine Procentsatz deckt nicht mehr wirklichen Waarenwerth als der andre, indem die Uebertreibung des Geldausdrucks wechselseitig ist. Was aber die Arbeiter angeht (da vorausgesetzt ist, daß sie ihren normalen Arbeitslohn erhalten, die Heraufsetzung des Durchschnittsprofits also nicht einen wirklichen Abzug vom Arbeitslohn, d. h. etwas ganz andres als normalen Mehrwerth des ||159| Kapitalisten ausdrückt), so muß der durch die Heraufsetzung des Durchschnittsprofits entstehenden Erhöhung der Waarenpreise eine Erhöhung im Geldausdruck des variablen Kapitals entsprechen. In der That ist solche allgemeine nominelle Erhöhung der Profitrate und des Durchschnittsprofits über den durch das Verhältniß des wirklichen Mehrwerths zum vorgeschoßnen Gesammtkapital gegebnen Satz nicht möglich, ohne Erhöhung des Arbeitslohns nach sich zu ziehn, und ebenso Erhöhung der Preise der Waaren, die das konstante Kapital bilden. Ebenso umgekehrt bei Erniedrigung. Da nun der Gesammtwerth der Waaren den Gesammtmehrwerth, dieser aber die Höhe des Durchschnittsprofits und daher der allgemeinen Profitrate regelt – als allgemeines Gesetz oder als das die Schwankungen Beherrschende – so regulirt das Werthgesetz die Produktionspreise.

Was die Konkurrenz, zunächst in einer Sphäre, fertig bringt, ist die Herstellung eines gleichen Marktwerths und Marktpreises aus den verschiednen individuellen Werthen der Waaren. Die Konkurrenz der Kapitale in den verschiednen Sphären aber bringt erst hervor den Produktionspreis, der die Profitraten zwischen den verschiednen Sphären egalisirt. Zu dem letztren ist höhere Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise erheischt als zu dem frühern.

Damit Waaren derselben Produktionssphäre, derselben Art und annähernd derselben Qualität zu ihren Werthen verkauft werden, ist zweierlei nöthig:

Erstens müssen die verschiednen individuellen Werthe zu einem gesellschaftlichem Werth, dem oben dargestellten Marktwerth, ausgeglichen sein, und dazu ist eine Konkurrenz unter den Producenten derselben Art Waaren erfordert, ebenso wie das Vorhandensein eines Markts, auf dem sie gemeinsam ihre Waaren ausbieten. Damit der Marktpreis identischer Waaren, die aber jede unter Umständen von verschiedner individueller Färbung producirt sind, dem Marktwerth entspreche, nicht von ihm abweiche weder durch Erhöhung über, noch durch Senkung unter ihn, ist erfordert, daß der Druck, den die verschiednen Verkäufer auf einander ausüben, groß genug ist, um die Masse Waaren auf den Markt zu werfen, die das gesellschaftliche Bedürfniß erheischt, d. h. die Quantität, wofür die Gesellschaft fähig ist, den Marktwerth zu zahlen. Ueberträfe die Produktenmasse dies Bedürfniß, so müßten die Waaren unter ihrem Marktwerth verkauft werden; umgekehrt über ihrem Marktwerth, wenn die Produktenmasse nicht ||160| groß genug wäre oder, was dasselbe, wenn der Druck der Konkurrenz unter den Verkäufern nicht stark genug wäre, sie zu zwingen, diese Waarenmasse auf den Markt zu bringen. Aenderte sich der Marktwerth, so würden sich auch die Bedingungen ändern, wozu die Gesammtwaarenmasse verkauft werden könnte. Fällt der Marktwerth, so erweitert sich im Durchschnitt das gesellschaftliche Bedürfniß (welches hier immer zahlungsfähiges Bedürfniß ist) und kann innerhalb gewisser Grenzen größre Massen Waare absorbiren. Steigt der Marktwerth, so kontrahirt sich das gesellschaftliche Bedürfniß für die Waare und geringre Massen davon werden absorbirt. Wenn daher Nachfrage und Zufuhr den Marktpreis reguliren, oder vielmehr die Abweichungen der Marktpreise vom Marktwerth, so regulirt andrerseits der Marktwerth das Verhältniß von Nachfrage und Zufuhr oder das Centrum, um das die Schwankungen der Nachfrage und Zufuhr die Marktpreise oscilliren machen.

Betrachtet man die Sache näher, so findet man, daß die Bedingungen, die für den Werth der einzelnen Waare gelten, sich hier reproduciren als Bedingungen für den Werth der Gesammtsumme einer Art; wie denn die kapitalistische Produktion von vornherein Massenproduktion ist, und wie auch andre, weniger entwickelte Produktionsweisen – wenigstens bei den Hauptwaaren – das in kleinern Massen Producirte als gemeinschaftliches Produkt, wenn auch vieler kleiner Detailproducenten, in großen Massen in den Händen relativ weniger Kaufleute auf dem Markt koncentriren, aufhäufen und zum Verkauf bringen; als gemeinschaftliches Produkt eines ganzen Produktionszweigs oder eines größern oder kleinern Kontingents davon.

Es sei hier ganz im Vorbeigehn bemerkt, daß das „gesellschaftliche Bedürfniß“, d. h. das was das Princip der Nachfrage regelt, wesentlich bedingt ist durch das Verhältniß der verschiednen Klassen zu einander und durch ihre respektive ökonomische Position, namentlich also erstens durch das Verhältniß des Gesammtmehrwerths zum Arbeitslohn und zweitens durch das Verhältniß der verschiednen Theile, worin sich der Mehrwerth spaltet (Profit, Zins, Grundrente, Steuern u. s. w.); und so zeigt sich auch hier wieder, wie absolut nichts aus dem Verhältniß von Nachfrage und Zufuhr erklärt werden kann, bevor die Basis entwickelt ist, worauf dies Verhältniß spielt.

Obgleich beide, Waare und Geld, Einheiten von Tauschwerth und Gebrauchswerth, sahen wir doch schon (Buch I, Kap. I, 3) ||161| wie in Kauf und Verkauf beide Bestimmungen an die beiden Extreme polarisch vertheilt sind, sodaß die Waare (Verkäufer) den Gebrauchswerth, und das Geld (Käufer) den Tauschwerth repräsentirt. Daß die Waare Gebrauchswerth habe, also ein gesellschaftliches Bedürfniß befriedige, war die eine Voraussetzung des Verkaufs. Die andre war, daß das in der Waare enthaltne Quantum Arbeit gesellschaftlich nothwendige Arbeit repräsentire, der individuelle Werth (und was unter dieser Voraussetzung dasselbe, der Verkaufspreis) der Waare daher mit ihrem gesellschaftlichen Werth zusammenfalle.28)

Wenden wir dies an auf die auf dem Markt befindliche Waarenmasse, die das Produkt einer ganzen Sphäre bildet.

Die Sache wird am leichtesten dargestellt, wenn wir die ganze Waarenmasse, zunächst also eines Produktionszweigs, als eine Waare, und die Summe der Preise der vielen identischen Waaren als in einen Preis zusammenaddirt auffassen. Was dann für die einzelne Waare gesagt worden, gilt nun wörtlich für die auf dem Markt befindliche Waarenmasse eines bestimmten Produktionszweigs. Daß der individuelle Werth der Waare ihrem gesellschaftlichen Werth entspreche, ist jetzt dahin verwirklicht, oder weiter bestimmt, daß das Gesammtquantum die zu seiner Produktion nothwendige gesellschaftliche Arbeit enthält, und daß der Werth dieser Masse = ihrem Marktwerth.

Nimm nun an, die große Masse dieser Waaren sei ungefähr unter denselben normalen gesellschaftlichen Bedingungen producirt, sodaß dieser Werth zugleich der individuelle Werth der diese Masse bildenden einzelnen Waaren. Wenn nun ein relativ kleiner Theil unter, ein andrer über diesen Bedingungen producirt worden, sodaß der individuelle Werth des einen Theils größer, der des andren kleiner als der mittlere Werth des großen Theils der Waaren, diese beiden Extreme aber sich ausgleichen, sodaß der Durchschnittswerth der ihnen angehörigen Waaren gleich dem Werth der der mittlern Masse angehörigen Waaren, dann ist der Marktwerth bestimmt durch den Werth der unter mittlern Bedingungen producirten Waaren.29) Der Werth der gesammten Waarenmasse ist gleich der wirklichen Summe der Werthe aller einzelnen Waaren zusammengenommen, sowohl deren die innerhalb der mittlern Bedingungen, als deren die unter oder über ihnen ||162| producirt sind. In diesem Fall ist der Marktwerth oder der gesellschaftliche Werth der Waarenmasse – die nothwendig in ihnen enthaltne Arbeitszeit – bestimmt durch den Werth der großen mittlern Masse.

Nimm dagegen an, die Gesammtmenge der auf den Markt gebrachten fraglichen Waare bleibe dieselbe, aber der Werth der unter den schlechtern Bedingungen producirten Waaren gleiche sich nicht aus mit dem Werth der unter den bessern Bedingungen producirten, sodaß der unter den schlechtern Bedingungen producirte Massentheil eine relativ bedeutende Größe bilde, sowohl gegen die mittlere Masse wie gegen das andre Extrem: dann regelt die unter den schlechtern Bedingungen producirte Masse den Marktwerth oder den gesellschaftlichen Werth.

Nimm endlich an, die unter bessern als den mittlern Bedingungen producirte Waarenmasse übertreffe bedeutend die unter den schlechtern Bedingungen producirte und bilde selbst eine bedeutende Größe gegen die unter mittlern Verhältnissen producirte; dann regulirt der unter den besten Bedingungen producirte Theil den Marktwerth. Es wird hier abgesehn von Ueberführung des Marktes, wo immer der unter den besten Bedingungen producirte Theil den Marktpreis regelt; aber hier haben wir es nicht mit dem Marktpreis zu thun, soweit er verschieden vom Marktwerth, sondern mit den verschiednen Bestimmungen des Marktwerths selbst.30)

In der That, ganz streng genommen (was natürlich in der Wirklichkeit nur annähernd und tausendfach modificirt vorkommt) ist im Fall I der durch die mittlern Werthe geregelte Marktwerth der ganzen Masse gleich der Summe ihrer individuellen Werthe; ||163| obgleich für die an den Extremen producirten Waaren dieser Werth sich als ihnen aufgedrungner Durchschnittswerth aufstellt. Die am schlechtesten Extrem Producirenden müssen ihre Waaren dann unter dem individuellen Werth verkaufen; die am besten Extrem verkaufen sie darüber.

Im Fall II gleichen sich die unter beiden Extremen producirten individuellen Werthmassen nicht aus, sondern gibt die unter den schlechtern Bedingungen producirte den Ausschlag. Streng genommen wäre der Durchschnittspreis oder der Marktwerth jeder einzelnen Waare oder jedes aliquoten Theils der Gesammtmasse nun bestimmt durch den Gesammtwerth der Masse, der durch Addition der Werthe der unter den verschiednen Bedingungen producirten Waaren herauskäme, und durch den aliquoten Theil, der von diesem Gesammtwerth auf die einzelne Waare fiele. Der so erhaltne Marktwerth stände über dem individuellen Werth nicht nur der dem günstigen Extrem, sondern auch der der mittlern Schicht angehörigen Waaren; er stände aber immer noch niedriger als der individuelle Werth der auf dem ungünstigen Extrem producirten Waaren. Wie weit er sich diesem nähert, oder mit ihm endlich zusammenfällt, hängt ganz ab von dem Umfang, den die am günstigsten Extrem producirte Waarenmasse in der fraglichen Waarensphäre einnimmt. Ist die Nachfrage nur wenig überwiegend, so regelt der individuelle Werth der ungünstig producirten Waaren den Marktpreis.

Nimmt endlich, wie in Fall III, das am günstigen Extrem producirte Waarenquantum größern Raum ein, nicht nur verglichen mit dem andren Extrem, sondern mit den mittlern Bedingungen, so fällt der Marktwerth unter den mittlern Werth. Der Durchschnittswerth, berechnet durch Addirung der Werthsummen der beiden Extreme und der Mitte, steht hier unter dem Werth der Mitte, und nähert oder entfernt sich von ihm je nach dem relativen Raum, den das günstige Extrem einnimmt. Ist die Nachfrage schwach gegen die Zufuhr, so nimmt der günstig gestellte Theil, wie groß er immer sei, gewaltsam Raum ein durch Zusammenziehung seines Preises auf seinen individuellen Werth. Mit diesem individuellen Werth der unter den besten Bedingungen producirten Waaren kann der Marktwerth nie zusammenfallen, außer bei sehr starkem Ueberwiegen der Zufuhr über die Nachfrage.

Diese, hier abstrakt dargestellte, Festsetzung des Marktwerths wird auf dem wirklichen Markt vermittelt durch die Konkurrenz unter den Käufern, vorausgesetzt, daß die Nachfrage gerade so ||164| groß ist, um die Waarenmasse zu ihrem so festgesetzten Werthe zu absorbiren. Und hier kommen wir auf den andren Punkt.

Zweitens. Daß die Waare Gebrauchswerth hat, heißt nur, daß sie irgend ein gesellschaftliches Bedürfniß befriedigt. Solange wir nur von den einzelnen Waaren handelten, konnten wir unterstellen, daß das Bedürfniß für diese bestimmte Waare – in den Preis schon ihr Quantum eingeschlossen – vorhanden sei, ohne uns auf das Quantum des zu befriedigenden Bedürfnisses weiter einzulassen. Dies Quantum wird aber ein wesentliches Moment, sobald das Produkt eines ganzen Produktionszweigs auf der einen Seite, und das gesellschaftliche Bedürfniß auf der andern Seite steht. Es wird jetzt nothwendig, das Maß, d. h. das Quantum dieses gesellschaftlichen Bedürfnisses zu betrachten.

In den vorhin gegebnen Bestimmungen über den Marktwerth ist unterstellt, daß die Masse der producirten Waaren dieselbe bleibt, eine gegebne ist; daß nur Wechsel stattfindet im Verhältniß der Bestandtheile dieser Masse, die unter verschiednen Bedingungen producirt sind, und daß daher der Marktwerth derselben Masse von Waaren verschieden geregelt wird. Gesetzt, diese Masse sei das gewöhnliche Quantum der Zufuhr, wobei wir absehn von der Möglichkeit, daß ein Theil der producirten Waaren zeitweise dem Markt entzogen werden kann. Bleibt nun die Nachfrage für diese Masse auch die gewöhnliche, so wird die Waare zu ihrem Marktwerth verkauft, welcher der drei vorhin untersuchten Fälle auch diesen Marktwerth reguliren möge. Die Waarenmasse befriedigt nicht nur ein Bedürfniß, sondern sie befriedigt es in seinem gesellschaftlichen Umfang. Ist dagegen das Quantum kleiner oder größer als die Nachfrage dafür, so finden Abweichungen des Marktpreises vom Marktwerth statt. Und die erste Abweichung ist, daß wenn das Quantum zu klein, stets die unter den schlechtesten Bedingungen producirte Waare den Marktwerth regulirt, und wenn zu groß, stets die unter den besten Bedingungen producirte; daß also eins der Extreme den Marktwerth bestimmt, trotzdem, daß nach dem bloßen Verhältniß der Massen, die unter den verschiednen Bedingungen producirt sind, ein andres Resultat stattfinden müßte. Ist die Differenz zwischen Nachfrage und Produktenquantum bedeutender, so wird der Marktpreis ebenfalls noch bedeutender vom Marktwerth nach oben oder nach unten abweichen. Die Differenz zwischen dem Quantum der producirten Waaren, und dem Quantum, wobei die Waaren zu ihrem Marktwerth verkauft werden, kann aber aus doppelter Ursache entstehn. ||165| Entweder wechselt dies Quantum selbst, wird zu klein oder zu groß, sodaß also die Reproduktion auf einem andren Maßstab stattgefunden hätte, als dem, der den gegebnen Marktwerth regulirte. In diesem Fall hat sich die Zufuhr verändert, obgleich die Nachfrage dieselbe blieb, und dadurch ist relative Ueberproduktion oder Unterproduktion eingetreten. Oder aber die Reproduktion, d. h. die Zufuhr bleibt dieselbe, aber die Nachfrage ist gefallen oder gestiegen, was aus verschiednen Gründen geschehn kann. Obgleich hier die absolute Größe der Zufuhr dieselbe geblieben, hat ihre relative Größe, ihre Größe verglichen mit, oder gemessen an, dem Bedürfniß sich verändert. Die Wirkung ist dieselbe wie im ersten Fall, nur in umgekehrter Richtung. Endlich: wenn Veränderungen auf beiden Seiten stattfinden, aber entweder in entgegengesetzter Richtung, oder wenn in derselben Richtung, nicht in demselben Maß, wenn also in einem Wort doppelseitige Aenderungen stattfinden, die aber die frühere Proportion zwischen den beiden Seiten ändern, so muß das Endresultat immer auf einen der zwei oben betrachteten Fälle herauskommen.

Die eigentliche Schwierigkeit bei der allgemeinen Begriffsbestimmung der Nachfrage und Zufuhr ist die, daß sie auf Tautologie hinauszulaufen scheint. Betrachten wir zunächst die Zufuhr, das auf dem Markt befindliche Produkt, oder das für ihn geliefert werden kann. Um nicht in hier ganz nutzlose Details einzugehn, denken wir hier an die Masse der jährlichen Reproduktion in jedem bestimmten Industriezweig und sehn dabei ab von der größern oder geringern Fähigkeit, die verschiedne Waaren besitzen, dem Markt entzogen und für die Konsumtion, sage des nächsten Jahres, aufgespeichert zu werden. Diese jährliche Reproduktion drückt zunächst ein bestimmtes Quantum aus, Maß oder Anzahl, je nachdem die Waarenmasse als diskrete oder kontinuirliche gemessen wird; es sind nicht nur Gebrauchswerthe, die menschliche Bedürfnisse befriedigen, sondern diese Gebrauchswerthe befinden sich auf dem Markt in einem gegebnen Umfang. Zweitens aber hat diese Waarenmenge einen bestimmten Marktwerth, den man ausdrücken kann in einen Multipel des Marktwerths der Waare oder des Waarenmaßes, die als Einheiten dienen. Zwischen dem quantitativen Umfang der auf dem Markt befindlichen Waaren und ihrem Marktwerth existirt daher kein nothwendiger Zusammenhang, indem z. B. manche Waaren specifisch hohen Werth haben, andre specifisch niedrigen Werth, sodaß eine gegebne Werthsumme sich in einem sehr großen Quantum der einen und einem sehr ||166| geringen Quantum der andren Waare darstellen kann. Zwischen dem Quantum der auf dem Markt befindlichen Artikel und dem Marktwerth dieser Artikel findet nur dieser Zusammenhang statt: Auf einer gegebnen Basis der Produktivität der Arbeit erheischt in jeder besondren Produktionssphäre die Herstellung eines bestimmten Quantums Artikel ein bestimmtes Quantum gesellschaftlicher Arbeitszeit, obgleich dies Verhältniß in verschiednen Produktionssphären durchaus verschieden ist, und in keinem innern Zusammenhang mit der Nützlichkeit dieser Artikel oder der besondren Natur ihrer Gebrauchswerthe steht. Alle andren Umstände gleichgesetzt: Wenn das Quantum a einer Waarensorte b Arbeitszeit kostet, so kostet das Quantum na nb Arbeitszeit. Ferner: Soweit die Gesellschaft Bedürfnisse befriedigen, einen Artikel zu diesem Zweck producirt haben will, so muß sie ihn zahlen. In der That, da bei der Waarenproduktion Theilung der Arbeit vorausgesetzt ist, kauft die Gesellschaft diese Artikel, indem sie auf ihre Produktion einen Theil ihrer disponiblen Arbeitszeit verwendet, kauft sie sie also durch ein bestimmtes Quantum der Arbeitszeit, worüber diese gegebne Gesellschaft verfügen kann. Der Theil der Gesellschaft, dem es durch die Theilung der Arbeit zufällt, seine Arbeit in der Produktion dieser bestimmten Artikel zu verwenden, muß ein Aequivalent erhalten durch gesellschaftliche Arbeit, dargestellt in den Artikeln, die seine Bedürfnisse befriedigen. Aber es existirt kein nothwendiger, sondern nur zufälliger Zusammenhang zwischen dem Gesammtquantum der gesellschaftlichen Arbeit, das auf einen gesellschaftlichen Artikel verwandt ist, d. h. zwischen dem aliquoten Theil ihrer Gesammtarbeitskraft, den die Gesellschaft auf die Produktion dieses Artikels verwendet, also zwischen dem Umfang, den die Produktion dieses Artikels in der Gesammtproduktion einnimmt, einerseits, und zwischen dem Umfang andrerseits, worin die Gesellschaft Befriedigung des durch jenen bestimmten Artikel gestillten Bedürfnisses verlangt. Obgleich jeder einzelne Artikel oder jedes bestimmte Quantum einer Waarensorte nur die zu seiner Produktion erheischte gesellschaftliche Arbeit enthalten mag, und von dieser Seite her betrachtet der Marktwerth dieser gesammten Waarensorte nur nothwendige Arbeit darstellt, so ist doch, wenn die bestimmte Waare in einem das gesellschaftliche Bedürfniß dermalen überschreitendem Maß producirt worden, ein Theil der gesellschaftlichen Arbeitszeit vergeudet, und die Waarenmasse repräsentirt dann auf dem Markt ein viel kleineres Quantum gesellschaftlicher Arbeit, als wirklich in ihr ent ||167|halten ist. (Nur wo die Produktion unter wirklicher vorherbestimmter Kontrolle der Gesellschaft steht, schafft die Gesellschaft den Zusammenhang zwischen dem Umfang der gesellschaftlichen Arbeitszeit, verwandt auf die Produktion bestimmter Artikel, und dem Umfang des durch diese Artikel zu befriedigenden gesellschaftlichen Bedürfnisses.) Daher müssen diese Waaren unter ihrem Marktwerth losgeschlagen, ein Theil davon kann selbst ganz unverkäuflich werden. Umgekehrt, wenn der Umfang der auf die Produktion einer bestimmten Waarensorte verwandten gesellschaftlichen Arbeit zu klein für den Umfang des durch das Produkt zu befriedigenden besondren gesellschaftlichen Bedürfnisses. – Entspricht aber der Umfang der gesellschaftlichen Arbeit, die zur Produktion eines bestimmten Artikels verwandt, dem Umfang des zu befriedigenden gesellschaftlichen Bedürfnisses, sodaß also die producirte Masse dem gewöhnlichen Maßstab der Reproduktion bei unveränderter Nachfrage entspricht, so wird die Waare zu ihrem Marktwerth verkauft. Der Austausch oder Verkauf der Waaren zu ihrem Werth ist das Rationelle, das natürliche Gesetz ihres Gleichgewichts; von ihm ausgehend, sind die Abweichungen zu erklären, nicht umgekehrt aus den Abweichungen das Gesetz selbst.

Sehn wir uns nach der andren Seite um, der Nachfrage.

Waaren werden gekauft als Produktionsmittel oder als Lebensmittel, - wobei es nichts ändert, daß manche Sorten Waaren beiden Zwecken dienen können – um in die produktive oder individuelle Konsumtion einzugehn. Es findet also Nachfrage für sie statt von den Producenten (hier Kapitalisten, da unterstellt, daß die Produktionsmittel in Kapital verwandelt sind) und von den Konsumenten. Beides scheint zunächst zu unterstellen, auf Seite der Nachfrage ein gegebnes Quantum gesellschaftlicher Bedürfnisse, dem auf der andren Seite bestimmte Quanta gesellschaftlicher Produktion in den verschiednen Produktionszweigen entsprechen. Soll die Baumwollindustrie ihre jährliche Reproduktion auf gegebner Stufenleiter wieder ausführen, so ist dazu das herkömmliche Maß, und mit Betracht auf die jährliche Ausweitung der Reproduktion, in Folge von Kapitalakkumulation, bei sonst gleichbleibenden Umständen, ein zusätzliches Quantum von Baumwolle erforderlich. Ebenso mit Bezug auf die Lebensmittel. Die Arbeiterklasse muß wenigstens dasselbe Quantum nothwendiger Lebensmittel, obgleich vielleicht mehr oder minder anders vertheilt unter die verschiednen Sorten, wieder vorfinden, soll sie in herge ||168|brachter Durchschnittsweise fortleben; und in Anbetracht des jährlichen Wachsthums der Bevölkerung, ein zusätzliches Quantum; und so, mit mehr oder minder Modifikation, für die andren Klassen.

Es scheint also, daß auf Seite der Nachfrage eine gewisse Größe von bestimmtem gesellschaftlichem Bedürfniß steht, das zu seiner Löschung bestimmte Menge eines Artikels auf dem Markt erheischt. Aber die quantitative Bestimmtheit dieses Bedürfnisses ist durchaus elastisch und schwankend. Seine Fixität ist Schein. Wären die Lebensmittel wohlfeiler oder der Geldlohn höher, so würden die Arbeiter mehr davon kaufen, und es würde sich größres „gesellschaftliches Bedürfniß“ für diese Waarensorten zeigen, ganz abgesehn von den Paupers etc., deren „Nachfrage“ noch unter den engsten Schranken ihres physischen Bedürfnisses steht. Wäre andrerseits z. B. die Baumwolle wohlfeiler, so würde die Nachfrage der Kapitalisten nach Baumwolle wachsen, es würde mehr zuschüssiges Kapital in die Baumwollindustrie geworfen etc. Es muß hierbei überhaupt nicht vergessen werden, daß die Nachfrage für produktive Konsumtion unter unsrer Voraussetzung die Nachfrage des Kapitalisten, und daß dessen eigentlicher Zweck die Produktion von Mehrwerth ist, sodaß er nur zu diesem Behuf eine gewisse Sorte von Waaren producirt. Andrerseits hindert dies nicht, daß soweit er als Käufer z. B. von Baumwolle auf dem Markt steht, er das Bedürfniß für Baumwolle repräsentirt, wie es dem Baumwollverkäufer ja auch gleichgültig ist, ob der Käufer die Baumwolle in Hemdenzeug oder Schießwolle verwandelt, oder sich und der Welt die Ohren damit zu verstopfen gedenkt. Allerdings übt dies aber großen Einfluß aus auf die Art, worin er Käufer ist. Sein Bedürfniß für Baumwolle ist wesentlich durch den Umstand modificirt, daß es in Wirklichkeit nur sein Bedürfniß des Profitmachens verkleidet. – Die Grenzen, worin das auf dem Markt repräsentirte Bedürfniß für Waaren – die Nachfrage – quantitativ verschieden ist von dem wirklichen gesellschaft- lichen Bedürfniß, ist natürlich für verschiedne Waaren sehr verschieden; ich meine die Differenz zwischen dem verlangten Quantum Waaren und dem Quantum, das verlangt würde mit andren Geldpreisen der Waare oder andren Geld- resp. Lebensverhältnissen der Käufer.

Es ist nichts leichter, als die Ungleichmäßigkeiten von Nachfrage und Zufuhr einzusehn und die daraus folgende Abweichung der Marktpreise von den Marktwerthen. Die eigentliche Schwierig ||169|keit besteht in der Bestimmung dessen, was unter Deckung von Nachfrage und Zufuhr zu verstehn ist.

Nachfrage und Zufuhr decken sich, wenn sie in solchem Verhältniß stehn, daß die Waarenmasse eines bestimmten Produktionszweigs zu ihrem Marktwerth verkauft werden kann, weder darüber noch darunter. Das ist das erste, was wir hören.

Das zweite: Wenn die Waaren zu ihrem Marktwerth verkaufbar, dekken sich Nachfrage und Zufuhr.

Wenn Nachfrage und Zufuhr sich decken, hören sie auf zu wirken, und eben deßwegen wird die Waare zu ihrem Marktwerth verkauft. Wenn zwei Kräfte in entgegengesetzter Richtung gleichmäßig wirken, heben sie einander auf, wirken sie gar nicht nach außen, und Erscheinungen, die unter dieser Bedingung vorgehn, müssen anders als durch das Eingreifen dieser beiden Kräfte erklärt werden. Wenn Nachfrage und Zufuhr sich gegenseitig aufheben, hören sie auf irgend etwas zu erklären, wirken sie nicht auf den Marktwerth, und lassen uns erst recht im Dunkeln darüber, weßhalb der Marktwerth sich grade in dieser Summe Geld ausdrückt und in keiner andern. Die wirklichen innern Gesetze der kapitalistischen Produktion können offenbar nicht aus der Wechselwirkung von Nachfrage und Zufuhr erklärt werden (ganz abgesehn von tieferer, hier nicht angebrachter Analyse dieser beiden gesellschaftlichen Triebkräfte), da diese Gesetze nur dann rein verwirklicht erscheinen, sobald Nachfrage und Zufuhr aufhören zu wirken, d. h. sich decken. Nachfrage und Zufuhr decken sich in der That niemals, oder wenn sie sich einmal decken, so ist es zufällig, also wissenschaftlich = 0 zu setzen, als nicht geschehn zu betrachten. In der politischen Oekonomie wird aber unterstellt, daß sie sich decken, warum? Um die Erscheinungen in ihrer gesetzmäßigen, ihrem Begriff entsprechenden Gestalt zu betrachten, d. h. sie zu betrachten unabhängig von dem durch die Bewegung von Nachfrage und Zufuhr hervorgebrachten Schein. Andrerseits, um die wirkliche Tendenz ihrer Bewegung aufzufinden, gewissermaßen zu fixiren. Denn die Ungleichheiten sind entgegengesetzter Natur, und da sie einander beständig folgen, gleichen sie sich durch ihre entgegengesetzten Richtungen, durch ihren Widerspruch unter einander aus. Wenn also in keinem einzigen gegebnen Fall Nachfrage und Zufuhr sich decken, so folgen sich ihre Ungleichheiten so – und es ist das Resultat der Abweichung in einer Richtung, eine andre Abweichung in einer entgegengesetzten Richtung hervorzurufen daß wenn das Ganze einer größern oder ||170| kleinern Zeitperiode betrachtet wird, sich Zufuhr und Nachfrage beständig decken; aber nur als Durchschnitt der verflossenen Bewegung und nur als beständige Bewegung ihres Widerspruchs. Dadurch gleichen sich die von den Marktwerthen abweichenden Marktpreise, ihrer Durchschnittszahl nach betrachtet, zu Marktwerthen aus, indem sich die Abweichungen von den letztren aufheben als Plus und Minus. Und diese Durchschnittszahl ist keineswegs von bloß theoretischer Wichtigkeit, sondern von praktischer für das Kapital, dessen Anlage auf die Schwankungen und Ausgleichungen in mehr oder minder bestimmter Zeitperiode berechnet ist.

Das Verhältniß von Nachfrage und Zufuhr erklärt daher einerseits nur die Abweichungen der Marktpreise von den Marktwerthen, und andrerseits die Tendenz zur Aufhebung dieser Abweichung, d. h. zur Aufhebung der Wirkung des Verhältnisses von Nachfrage und Zufuhr. (Die Ausnahmen von Waaren, die Preise haben ohne Werth zu haben, sind hier nicht zu betrachten.) Nachfrage und Zufuhr können die Aufhebung der durch ihre Ungleichheit hervorgebrachten Wirkung in sehr verschiedner Form durchführen. Z. B. fällt die Nachfrage und daher der Marktpreis, so kann das dazu führen, daß Kapital entzogen und so die Zufuhr vermindert wird. Es kann aber auch dazu führen, daß der Marktwerth selbst durch Erfindungen, die die nothwendige Arbeitszeit verkürzen, erniedrigt und dadurch mit dem Marktpreis ausgeglichen wird. Umgekehrt: Steigt die Nachfrage und damit der Marktpreis über den Marktwerth, so kann dies dazu führen, daß diesem Produktionszweig zu viel Kapital zugeführt und die Produktion so gesteigert wird, daß der Marktpreis selbst unter den Marktwerth fällt; oder es kann andrerseits zu einer Preissteigerung führen, die die Nachfrage selbst zurücktreibt. Es mag auch in diesem oder jenem Produktionszweig dazu führen, daß der Marktwerth selbst für kürzre oder längre Perioden steigt, indem ein Theil der verlangten Produkte während dieser Zeit unter schlechtern Bedingungen producirt werden muß.

Bestimmt Nachfrage und Zufuhr den Marktpreis, so andrerseits der Marktpreis, und in weitrer Analyse der Marktwerth die Nachfrage und Zufuhr. Bei der Nachfrage ist dies augenscheinlich, da diese sich in umgekehrter Richtung zum Preise bewegt, zunimmt, wenn dieser fällt, und umgekehrt. Aber auch bei der Zufuhr. Denn die Preise der Produktionsmittel, die in die zugeführte Waare eingehn, bestimmen die Nachfrage nach diesen Produktionsmitteln und daher auch die Zufuhr von Waaren, deren Zufuhr die ||171| Nachfrage nach jenen Produktionsmitteln einschließt. Die Baumwollpreise sind bestimmend für die Zufuhr von Baumwollstoffen.

Zu dieser Konfusion – Bestimmung der Preise durch Nachfrage und Zufuhr und daneben Bestimmung der Nachfrage und Zufuhr durch die Preise – kommt hinzu, daß die Nachfrage die Zufuhr, und umgekehrt die Zufuhr die Nachfrage bestimmt, die Produktion den Markt und der Markt die Produktion.31)

Selbst der ordinäre Oekonom (s. Note) sieht ein, daß ohne einen durch äußere Umstände herbeigeführten Wechsel der Zufuhr oder des Bedarfs das Verhältniß beider wechseln kann in Folge eines Wechsels im Marktwerth der Waaren. Selbst er muß zugeben, daß, welches immer der Marktwerth, Nachfrage und Zufuhr sich ausgleichen müssen, um ihn herauszubekommen. D. h. das Verhältniß von Nachfrage und Zufuhr erklärt nicht den Marktwerth, sondern dieser umgekehrt erklärt die Schwankungen von Nachfrage und Zufuhr. Der Verfasser der Observations fährt nach der in der Note citirten Stelle fort: This proportion (zwischen ||172| Nachfrage und Zufuhr), however, if we still mean by “demand” and “natural price”, what we meant just now, when referring to Adam Smith, must always be a proportion of equality; for it is only when the supply is equal to the effectual demand, that is, to that demand, which will pay neither more nor less than the natural price, that the natural price is in fact paid; consequently, there may be two very different natural prices, at different times, for the same commodity, and yet the proportion which the supply bears to the demand, be in both cases the same, namely the proportion of equality. Es wird also zugegeben, daß bei zwei verschiednen natural prices derselben Waare zu verschiedner Zeit Nachfrage und Zufuhr jedesmal sich decken können und decken müssen, soll die Waare beidemale zu ihrem natural price verkauft werden. Da nun beidemale kein Unterschied im Verhältniß von Nachfrage und Zufuhr ist, wohl aber ein Unterschied in der Größe des natural price selbst, so ist dieser offenbar unabhängig von Nachfrage und Zufuhr bestimmt, und kann also am wenigsten durch diese bestimmt werden.

Damit eine Waare zu ihrem Marktwerth verkauft wird, d. h. im Verhältniß zu der in ihr enthaltnen gesellschaftlich nothwendigen Arbeit, muß das Gesammtquantum gesellschaftlicher Arbeit, welches auf die Gesammtmasse dieser Waarenart verwandt wird, dem Quantum des gesellschaftlichen Bedürfnisses für sie entsprechen, d. h. des zahlungsfähigen gesellschaftlichen Bedürfnisses. Die Konkurrenz, die Schwankungen der Marktpreise, die den Schwankungen des Verhältnisses von Nachfrage und Zufuhr entsprechen, suchen beständig das Gesammtquantum der auf jede Waarenart verwandten Arbeit auf dieses Maß zu reduciren.

In dem Verhältniß von Nachfrage und Zufuhr der Waaren wiederholt sich erstens das Verhältniß von Gebrauchswerth und Tauschwerth, von Waare und Geld, von Käufer und Verkäufer; zweitens das von Producent und Konsument, obgleich beide durch dritte Kaufleute vertreten sein mögen. Bei der Betrachtung des Käufers und Verkäufers ist es hinreichend sie einzeln gegenüber zu stellen, um das Verhältniß zu entwickeln. Drei Personen genügen für die vollständige Metamorphose der Waare, und daher für das Ganze des Verkaufs und Kaufs. A verwandelt seine Waare in das Geld von B, an den er die Waare verkauft, und er rückverwandelt sein Geld wieder in Waare, die er damit von C kauft; der ganze Proceß geht zwischen diesen dreien vor. Ferner: Bei Betrachtung des Geldes war angenommen, daß die Waaren ||173| zu ihrem Werth verkauft werden, weil durchaus kein Grund vorhanden war, von dem Werth abweichende Preise zu betrachten, da es sich nur um die Formveränderungen handelte, welche die Waare bei ihrer Geldwerdung und Rückverwandlung aus Geld in Waare durchläuft. Sobald die Waare überhaupt verkauft und mit dem Erlös eine neue Waare gekauft wird, liegt die ganze Metamorphose vor uns, und es ist für sie, als solche betrachtet, gleichgültig ob der Preis der Waare unter oder über ihrem Werth steht. Der Werth der Waare als Grundlage bleibt wichtig, weil das Geld nur aus diesem Fundament heraus begrifflich zu entwickeln, und der Preis seinem allgemeinen Begriff nach zunächst nur der Werth in Geldform ist. Allerdings wird bei Betrachtung des Geldes als Circulationsmittel unterstellt, daß nicht nur eine Metamorphose einer Waare vorgeht. Es wird vielmehr die gesellschaftliche Verschlingung dieser Metamorphosen betrachtet. Nur so kommen wir zum Umlauf des Geldes und zur Entwicklung seiner Funktion als Circulationsmittel. Aber so wichtig dieser Zusammenhang für den Uebergang des Geldes in die Funktion als Cirkulationsmittel, und für seine daraus folgende veränderte Gestalt, so gleichgültig ist er für die Transaktion zwischen den einzelnen Käufern und Verkäufern.

Dagegen bei Zufuhr und Nachfrage ist die Zufuhr gleich der Summe der Verkäufer oder Producenten einer bestimmten Waarenart, und die Nachfrage gleich der Summe der Käufer oder Konsumenten (individueller oder produktiver) derselben Waarenart. Und zwar wirken die Summen auf einander als Einheiten, als Aggregatkräfte. Der Einzelne wirkt hier nur als Theil einer gesellschaftlichen Macht, als Atom der Masse, und es ist in dieser Form, daß die Konkurrenz den gesellschaftlichen Charakter der Produktion und Konsumtion geltend macht.

Die Seite der Konkurrenz, die momentan die schwächere, ist zugleich die, worin der Einzelne unabhängig von der Masse seiner Konkurrenten, und oft direkt gegen sie wirkt, und grade dadurch die Abhängigkeit des einen von dem andren fühlbar macht, während die stärkre Seite stets mehr oder minder als geschloßne Einheit dem Widerpart gegenübertritt. Ist für diese bestimmte Sorte Waaren die Nachfrage größer als die Zufuhr, so überbietet – innerhalb gewisser Grenzen – ein Käufer den andren und vertheuert so die Waare für alle über den Marktpreis, während auf der andern Seite die Verkäufer gemeinsam zu einem hohen Marktpreis zu verkaufen suchen. Ist umgekehrt die Zufuhr größer ||174| als die Nachfrage, so fängt einer an wohlfeiler loszuschlagen und die andren müssen folgen, während die Käufer gemeinsam darauf hinarbeiten, den Marktpreis möglichst tief unter den Marktwerth herabzudrücken. Die gemeinsame Seite interessirt jeden nur, so lange er mehr mit ihr gewinnt als gegen sie. Und die Gemeinsamkeit hört auf, sobald die Seite als solche die schwächere wird, wo dann jeder Einzelne auf eigne Hand sich möglichst gut herauszuwinden sucht. Producirt ferner einer wohlfeiler und kann er mehr losschlagen, sich größren Raums vom Markt bemächtigen, indem er unter dem laufenden Marktpreis oder Marktwerth verkauft, so thut er es, und so beginnt die Aktion, die nach und nach die andren zwingt, die wohlfeilere Produktionsart einzuführen, und die die gesellschaftlich nothwendige Arbeit auf ein neues geringres Maß reducirt. Hat eine Seite die Oberhand, so gewinnt jeder, der ihr angehört; es ist als hätten sie ein gemeinschaftliches Monopol geltend zu machen. Ist eine Seite die schwächre, so kann jeder für seinen eignen Theil suchen der stärkre zu sein (z. B. wer mit weniger Produktionskosten arbeitet), oder wenigstens so gut wie möglich davon zu kommen, und hier schert er sich den Teufel um seinen Nebenmann, obgleich sein Wirken nicht nur ihn sondern auch alle seine Kumpane mit berührt.32)

Nachfrage und Zufuhr unterstellen die Verwandlung des Werths in Marktwerth, und soweit sie auf kapitalistischer Basis vorgehn, soweit die Waaren Produkte des Kapitals sind, unterstellen sie kapitalistische Produktionsprocesse, also ganz anders verwickelte Verhältnisse als den bloßen Kauf und Verkauf der Waaren. Bei ihnen handelt es sich nicht um die formelle Verwandlung des Werths der Waaren in Preis, d. h. um bloße Formveränderung; es handelt sich um die bestimmten quantitativen Abweichungen der Marktpreise von den Marktwerthen und weiter von den Produktionspreisen. Bei dem einfachen Kauf und Verkauf genügt es, Waarenproducenten als solche sich gegenüber zu haben. Nachfrage und Zufuhr, bei weitrer Analyse, unterstellen die Existenz der verschiednen Klassen und Klassenabtheilungen, welche die Ge ||175|sammtrevenue der Gesellschaft unter sich vertheilen und als Revenue unter sich konsumiren, die also die von der Revenue gebildete Nachfrage bilden; während sie andrerseits, zum Verständniß der durch die Producenten als solche unter sich gebildeten Nachfrage und Zufuhr, Einsicht in die Gesammtgestaltung des kapitalistischen Produktionsprocesses erheischen.

Bei der kapitalistischen Produktion handelt es sich nicht nur darum, für die in Waarenform in die Cirkulation geworfne Werthmasse eine gleiche Werthmasse in andrer Form – sei es des Geldes oder einer andren Waare – herauszuziehn, sondern es handelt sich darum, für das der Produktion vorgeschoßne Kapital denselben Mehrwerth oder Profit herauszuziehn wie jedes andre Kapital von derselben Größe, oder pro rata seiner Größe, in welchem Produktionszweig es auch angewandt sei; es handelt sich also darum, wenigstens als Minimum, die Waaren zu Preisen zu verkaufen, die den Durchschnittsprofit liefern, d. h. zu Produktionspreisen. Das Kapital kommt sich in dieser Form selbst zum Bewußtsein als eine gesellschaftliche Macht, an der jeder Kapitalist Theil hat im Verhältniß seines Antheils am gesellschaftlichen Gesammtkapital.

Erstens ist die kapitalistische Produktion an und für sich gleichgültig gegen den bestimmten Gebrauchswerth, überhaupt gegen die Besonderheit der Waare, die sie producirt. In jeder Produktionssphäre kommt es ihr nur darauf an, Mehrwerth zu produciren, im Produkt der Arbeit ein bestimmtes Quantum unbezahlter Arbeit sich anzueignen. Und es liegt ebenso in der Natur der dem Kapital unterworfnen Lohnarbeit, daß sie gleichgültig ist gegen den specifischen Charakter ihrer Arbeit, sich nach den Bedürfnissen des Kapitals umwandeln und sich von einer Produktionssphäre in die andre werfen lassen muß.

Zweitens ist in der That eine Produktionssphäre nun so gut und so schlecht wie die andre; jede wirft denselben Profit ab, und jede würde zwecklos sein, wenn die von ihr producirte Waare nicht ein gesellschaftliches Bedürfniß irgend einer Art befriedigt.

Werden die Waaren aber zu ihren Werthen verkauft, so entstehn, wie entwickelt, sehr verschiedne Profitraten in den verschiednen Produktionssphären, je nach der verschiednen organischen Zusammensetzung der darin angelegten Kapitalmassen. Das Kapital entzieht sich aber einer Sphäre mit niedriger Profitrate, und wirft sich auf die andre, die höheren Profit abwirft. Durch diese be ||176|ständige Aus- und Einwandrung, mit einem Wort durch seine Vertheilung zwischen den verschiednen Sphären, je nachdem dort die Profitrate sinkt, hier steigt, bewirkt es solches Verhältniß der Zufuhr zur Nachfrage, daß der Durchschnittsprofit in den verschiednen Produktionssphären derselbe wird, und daher die Werthe sich in Produktionspreise verwandeln. Diese Ausgleichung gelingt dem Kapital mehr oder minder, je höher die kapitalistische Entwicklung in einer gegebnen nationalen Gesellschaft ist; d. h. je mehr die Zustände des betreffenden Landes der kapitalistischen Produktionsweise angepaßt sind. Mit dem Fortschritt der kapitalistischen Produktion entwickeln sich auch ihre Bedingungen, unterwirft sie das Ganze der gesellschaftlichen Voraussetzungen, innerhalb deren der Produktionsproceß vor sich geht, ihrem specifischen Charakter und ihren immanenten Gesetzen.

Die beständige Ausgleichung der beständigen Ungleichheiten vollzieht sich um so rascher, 1) je mobiler das Kapital, d. h. je leichter es übertragbar ist von einer Sphäre und von einem Ort zum andern; 2) je rascher die Arbeitskraft von einer Sphäre in die andre und von einem lokalen Produktionspunkt auf den andren werfbar ist. No. 1 unterstellt vollständige Handelsfreiheit im Innern der Gesellschaft und Beseitigung aller Monopole außer den natürlichen, nämlich aus der kapitalistischen Produktionsweise selbst entspringenden. Ferner Entwicklung des Kreditsystems, welches die unorganische Masse des disponiblen gesellschaftlichen Kapitals den einzelnen Kapitalisten gegenüber koncentrirt; endlich Unterordnung der verschiednen Produktionssphären unter Kapitalisten. Dies letztre ist schon in der Voraussetzung eingeschlossen, wenn angenommen wurde, daß es sich um Verwandlung der Werthe in Produktionspreise für alle kapitalistisch ausgebeuteten Produktionssphären handelt; aber diese Ausgleichung selbst stößt auf größre Hindernisse, wenn zahlreiche und massenhafte, nicht kapitalistisch betriebne Produktionssphären (z. B. Ackerbau durch Kleinbauern) sich zwischen die kapitalistischen Betriebe einschieben und mit ihnen verketten. Endlich große Dichtigkeit der Bevölkerung. – No. 2 setzt voraus Aufhebung aller Gesetze, welche die Arbeiter hindern, aus einer Produktionssphäre in die andre oder aus einem Lokalsitz der Produktion nach irgend einem andern überzusiedeln. Gleichgültigkeit des Arbeiters gegen den Inhalt seiner Arbeit. Möglichste Reducirung der Arbeit in allen Produktionssphären auf einfache Arbeit. Wegfall aller professionellen Vorurtheile bei den Arbeitern. Endlich und namentlich Unterwerfung des ||177| Arbeiters unter die kapitalistische Produktionsweise. Weitre Ausführungen hierüber gehören in die Specialuntersuchung der Konkurrenz.

Aus dem Gesagten ergibt sich, daß jeder einzelne Kapitalist, wie die Gesammtheit aller Kapitalisten jeder besondern Produktionssphäre, in der Exploitation der Gesammtarbeiterklasse durch das Gesammtkapital und in dem Grad dieser Exploitation nicht nur aus allgemeiner Klassensympathie, sondern direkt öknomisch betheiligt ist, weil, alle andern Umstände, darunter den Werth des vorgeschoßnen konstanten Gesammtkapitals als gegeben vorausgesetzt, die Durchschnittsprofitrate abhängt von dem Exploitationsgrad der Gesammtarbeit durch das Gesammtkapital.

Der Durchschnittsprofit fällt zusammen mit dem Durchschnittsmehrwerth, den das Kapital pro 100 erzeugt, und mit Bezug auf den Mehrwerth ist das eben Gesagte von vornherein selbstverständlich. Beim Durchschnittsprofit kommt nur hinzu der Werth des vorgeschoßnen Kapitals, als eines der Bestimmungsmomente der Profitrate. In der That ist das besondre Interesse, das ein Kapitalist, oder das Kapital einer bestimmten Produktionssphäre, an der Exploitation der direkt von ihm beschäftigten Arbeiter nimmt, darauf beschränkt, daß entweder durch ausnahmsweise Ueberarbeitung oder aber durch Herabsetzung des Lohns unter den Durchschnitt, oder durch ausnahmsweise Produktivität in der angewandten Arbeit ein Extraschnitt, ein über den Durchschnittsprofit übergreifender Profit gemacht werden kann. Hievon abgesehn, wäre ein Kapitalist, der in seiner Produktionssphäre gar kein variables Kapital und darum gar keine Arbeiter anwendete (was in der That übertriebne Unterstellung) ganz eben so sehr in der Exploitation der Arbeiterklasse durch das Kapital interessirt, und leitete ganz eben so sehr seinen Profit von unbezahlter Mehrarbeit ab, wie etwa ein Kapitalist, der (wieder übertriebne Voraussetzung) nur variables Kapital anwendete, also sein ganzes Kapital in Arbeitslohn auslegte. Der Exploitationsgrad der Arbeit hängt aber bei gegebnem Arbeitstag von der durchschnittlichen Intensität der Arbeit, und bei gegebner Intensität von der Länge des Arbeitstags ab. Von dem Exploitationsgrad der Arbeit hängt die Höhe der Mehrwerthsrate ab, also bei gegebner Gesammtmasse des variablen Kapitals, die Größe des Mehrwerths, damit die Größe des Profits. Das Specialinteresse, welches das Kapital einer Sphäre, im Unterschied vom Gesammtkapital, an der Ausbeutung der von ihm speciell beschäftigten Arbeiter, hat der einzelne Kapitalist, im ||178| Unterschied von seiner Sphäre, an der Ausbeutung der persönlich von ihm ausgebeuteten Arbeiter.

Andrerseits hat jede besondre Sphäre des Kapitals und jeder einzelne Kapitalist dasselbe Interesse an der Produktivität der vom Gesammtkapital angewandten gesellschaftlichen Arbeit. Denn davon hängt zweierlei ab: Erstens die Masse der Gebrauchswerthe, worin sich der Durchschnittsprofit ausdrückt; und dies ist doppelt wichtig, soweit dieser sowohl als Akkumulationsfonds von neuem Kapital wie als Revenuefonds zum Genuß dient. Zweitens die Werthhöhe des vorgeschoßnen Gesammtkapitals (konstanten und variablen) die, bei gegebner Größe des Mehrwerths oder Profits der ganzen Kapitalistenklasse, die Profitrate, oder den Profit auf ein bestimmtes Quantum Kapital, bestimmt. Die besondre Produktivität der Arbeit in einer besondren Sphäre oder in einem besondren Einzelgeschäft dieser Sphäre interessirt nur die direkt dabei betheiligten Kapitalisten, soweit sie die einzelne Sphäre gegenüber dem Gesammtkapital, oder den einzelnen Kapitalisten gegenüber seiner Sphäre, befähigt einen Extraprofit zu machen.

Man hat also hier den mathematisch exakten Nachweis, warum die Kapitalisten, so sehr sie in ihrer Konkurrenz unter einander sich als falsche Brüder bewähren, doch einen wahren Freimaurerbund bilden gegenüber der Gesammtheit der Arbeiterklasse.

Der Produktionspreis schließt den Durchschnittsprofit ein. Wir gaben ihm den Namen Produktionspreis; es ist thatsächlich dasselbe was A. Smith natural price nennt, Ricardo, price of production, cost of production, die Physiokraten prix nécessaire nennen – wobei keiner von ihnen den Unterschied des Produktionspreises vom Werth entwickelt hat – weil er auf die Dauer Bedingung der Zufuhr, der Reproduktion der Waare jeder besondren Produktionssphäre ist.33) Man begreift auch, warum dieselben Oekonomen, die sich gegen die Bestimmung des Werths der Waaren durch die Arbeitszeit, durch das in ihnen enthaltne Quantum Arbeit sträuben, immer von den Produktionspreisen sprechen als von den Centren, um die die Marktpreise schwanken. Sie können sich das erlauben, weil der Produktionspreis eine schon ganz veräußerlichte und prima facie begriffslose Form des Waarenwerths ist, eine Form, wie sie in der Konkurrenz erscheint, also im Bewußtsein des vulgären Kapitalisten, also auch in dem der Vulgärökonomen vorhanden ist. |

|179| Aus der Entwicklung ergab sich, wie der Marktwerth (und alles darüber Gesagte gilt mit den nöthigen Einschränkungen für den Produktionspreis) einen Surplusprofit der unter den besten Bedingungen Producirenden in jeder besondren Produktionssphäre einschließt. Fälle von Krisen und Ueberproduktion überhaupt ausgenommen, gilt dies von allen Marktpreisen, wie sehr sie auch abweichen mögen von den Marktwerthen oder den Marktproduktionspreisen. Im Marktpreis ist nämlich eingeschlossen, daß derselbe Preis für Waaren derselben Art bezahlt wird, obgleich diese unter sehr verschiednen individuellen Bedingungen producirt sein, und daher sehr verschiedne Kostpreise haben mögen. (Von Surplusprofiten, die Folge von Monopolen im gewöhnlichen Sinn, künstlichen oder natürlichen, sprechen wir hier nicht.)

Ein Surplusprofit kann aber außerdem noch entstehn, wenn gewisse Produktionssphären in der Lage sind, sich der Verwandlung ihrer Waarenwerthe in Produktionspreise, und daher der Reduktion ihrer Profite auf den Durchschnittsprofit zu entziehn. Im Abschnitt über die Grundrente werden wir die weitre Gestaltung dieser beiden Formen des Surplusprofits zu betrachten haben.

Quelle: MEGA II/15: Das Kapital Kritik der politischen Ökonomie, Dritter Band, Seite 173-198